Weltreiseblog #10 // Tag 54-78: Thailand & Singapur
- mariessouljourneys

- vor 7 Tagen
- 37 Min. Lesezeit
Bangkok:
Wir landen bei untergehender Sonne im warmen Bangkok. Die Immigration verläuft ohne größere Probleme.
Anschließend will ich mit einem Bolt (die günstigere Alternative in Thailand zu Grab und Uber) zum Hostel fahren.
Obwohl ich den korrekten Abholort auswähle, steuern die Fahrer eine andere Plattform eines anderen Levels an.
Ich frage kurz beim Taxistand nach, was ein Taxi zu meinem Hostel kosten würde. Umgerechnet knapp 45€, statt eher 10€ in den Apps.
So viel mehr zu zahlen sehe ich nicht ein. Also bestelle ich (mehr oder weniger) geduldig Bolt für Bolt, bitte im Text ausdrücklich, zum richtigen Terminal zum richtigen Level zu fahren, was aber leider konsequent ignoriert wird, bis irgendwann eine Fahrerin mich direkt anruft und wir den exakten Treffpunkt vereinbaren.
Na endlich!
In der Wartezeit hole ich mir kurz zwei Teilchen bei Starbucks, kurz danach sitze ich schon im Auto zum Hostel.
In gutem Tempo ziehen wir zu meinem Hostel, unterwegs fragt mich die Fahrerin neugierig über meine Pläne aus und erzählt über ihre Herkunft aus Nordthailand nahe der malaysischen Grenze.
Ich frage mich, ob wohl noch Supermärkte geöffnet haben, da es so spät ist.
Da fällt mir auf, dass ich die Uhr ja 2h zurück stellen darf, da Thailand und Japan nicht in der gleichen Zeitzone liegen. Juhu! So komme ich zumindest nicht allzu spät ins Bett.
Als wir im Hostel angekommen sind, ist alles stockfinster. Niemand da.
Per WhatsApp hatte ich zwar Anweisungen zum selbst-Checkin bekommen, aber richtig schlüssig war das leider nicht.
Die Fahrerin und ich suchen vergebens nach der Schlüsselbox.
Ich wende mich per WhatsApp an das Hostel, danach sprechen wir alle 3 mit eingeschalteten Handylautsprecher miteinander.
Irgendwann finden wir schließlich die Box und ich kann aufs Zimmer.
Allerdings sieht das Zimmer ganz anders aus wie auf den Bildern. Statt einem Doppelbett im schicken Zimmer habe ich ein winziges Zimmer mit Hochbett.
Ich schildere dem Host mein Problem:
Man wollte mir „etwas Gutes“ tun, weil das Zimmer näher an den Toiletten und Duschen für die Damen ist.
Allerdings ist der Einstieg fürs untere Bett viel zu niedrig und nach oben zu kraxeln will ich auch nicht. Für eine Nacht ist es aber voll okay, da mir gesagt wird, dass ich dann am nächsten Tag das Zimmer wie auf den Fotos bekomme.
Aus irgendeinem Grund ist auf der gesamten Etage abends das Licht aus (außer auf den Zimmern) und lässt sich nicht von mir einschalten.
Daher nehme ich mir zum Duschen und bettfertig machen eine Stirnlampe mit und positioniere sie so, dass ich einigermaßen Licht beim Duschen habe. Ist ja fast wie Camping, nur unverhältnismäßig teurer. 😂
Am nächsten Tag klopft man um 07.30 Uhr mehrfach an meiner Tür.
Ja, ich wollte in ein anders Zimmer, aber kann ich nicht ein paar Minuten länger schlafen?
Die Mitarbeiterin zeigt mir zwei Zimmer, die für mich infrage kommen und ich entscheide mich schließlich für das Zimmer mit 2 Fensterfronten, nehme aber die Nachttischlampe aus dem anderen Zimmer mit.
Richtig geplant hatte ich mir für meine Tage in Bangkok eigentlich nichts. Ich hatte vorher überlegt, an meinem Geburtstag am nächsten Tage eine Tour in Richtung Regenwald zu machen. Allerdings würde diese um 6 Uhr starten und so früh wollte ich dann doch nicht an meinem Ehrentag aufstehen.
Generell fiel mir eines stark auf: Ich war etwas reisemüde geworden.
Die häufigen Unterkunftswechsel, jeden Tag Aktivitäten von vorne bis hinten, neue Eindrücke, etc. hatten mich erschöpft.
Ich hatte gerade eigentlich keine Lust auf Neues oder Sightseeing. Wollte mal länger an einem Ort bleiben als nur 2,3 Nächte.
Ein bisschen was sehen wollte ich von der Stadt dann aber doch, also buchte ich mir ein Ticket für den Wolkenkratzer Bangkoks und machte mich nachmittags auf den Weg dort hin.
Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war der äußerst dichte Verkehr in der Stadt.
Statt 35 Minuten brauchte der Bus über 1,5h.
Ich wollte auf jeden Fall noch im hellen dort oben ankommen, also stieg ich irgendwann im Stau aus und lief die restlichen 1,5km zu Fuß weiter.
Gerade so rechtzeitig war ich dann oben angekommen. Die Sonne ging gerade unter und ich sicherte mir auf der unteren Besucherplattform einen Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten, der minütlich immer schöner wurde.
Anschließend ging ich die Treppen weiter nach oben, wo ich auf die Dachterrasse kam.
Hätte ich das mal vorher gewusst… hätte ich mir die Bemühungen um ein möglichst spiegelfreies Foto sparen können…
Stattdessen genoss ich aber den Rest des Sonnenunterganges und machte noch ein paar Fotos.
Als ich mich dann mit meinen Ellbogen auf das Geländer stützte, bemerkte ich ein unangenehmes Kratzen am Ellbogen, ähnlich dem eines Bremsenstichs.
Ich dachte zunächst an einer Unebenheit am Geländer, aber beim Anheben meiner Arme blieb das Kratzen.
Ich faste mir an die Stelle und drückte den Übeltäter weg. Leider konnte ich nicht sehen, was es für ein Tier war.
Mit Analysen mit ChatGPT später vermute ich allerdings, dass es sich um eine Feuerameise handelte.
Jedenfalls hatte ich selten so einen stark juckenden und stark geschwollenen Stich.
Ich lief dann zur Bar, bestellte ein Getränk und fragte, ob man mir dieses mir Eis servieren könne, da mich irgendetwas gestochen habe.
Die Mitarbeiterin dort war so nett, dass sie mir zusätzlich ein komplettes Glas mit Eiswürfeln brachte. Ein anderer Mitarbeiter holte Wunddesinfektionsspray heraus und bot mir ein Pflaster an.
Sehr lieb!
Als ich später mein Getränk geleert und meine Eiswürfel auf meinem Arm verteilt hatte, machte ich mich auf zum Bus in Richtung China Town.
In China Town angekommen holte ich mir an einem Stand kleine Gemüsebällchen und schlenderte dann weiter durch die Gassen.
Irgendwo hatte ich frittierte Garnelen gesehen, mir aber den Ort nicht gemerkt.
Als ich dann einen Stand gesehen hatte, ging ich dort hin und bestellte welche.
Der Stand war eher ein kleiner Imbiss mit Tischen und Stühlen und man bat mich, Platz zu nehmen.
Allerdings waren ebenso rechts und links Mülltonnen deponiert, die man deutlich riechen konnte.
Irgendwann wurde dann meine Bestellung serviert.
Allerdings wirkten die Garnelen so, als hätten sie schon länger in der Auslage gelegen. Zwei rochen unangenehm nach Fisch und da ich so gar keine Lust auf noch eine Lebensmittelvergiftung hatte, ließ ich diese liegen und aß nur die letzte. Allerdings wurden alle Garnelen mit Schale frittiert. Diese aß ich natürlich nicht mit, also blieb mir nur das Fleisch innerhalb des Panzers.
So sah mein Teller ziemlich unbehandelt aus.
Die Mitarbeiterinnen sahen mich beim Abräumen etwas verwirrt an und tuschelten.
Sicherlich fiel das nicht positiv auf, aber nachfragen wollte man dann auch nicht.
Freundlicherweise ließ man mich anschließend aber auch nur die Hälfte zahlen. Ha! So geht Sparen doch einfach. 😂
Danach ging es mit einem Umweg über 7-Eleven wieder zurück zum Hostel und zügig ins Bett.
Geburtstag:
Am nächsten Tag wachte ich mit einem buntem Geburtstagsgruß meiner Uhr auf, cool!
Danach suchte ich mir ein Café mit breitem Produktsortiment und bestellte mir u.a. eine Smoothie Bowl und Lotuskeks-Pancakes.
Natürlich waren die Augen größer als der Magen, lecker waren die Sachen dennoch!
Danach bestellte ich mir ein Bolt zum Wat Pho Tempel.
Der Fahrer hatte mir zum Geburtstag sogar Bonbons geschenkt - super lieb!
Die Tempelanlage war super schön, besonders der liegende Buddha war echt beeindruckend, aber war das Gelände auch super heiß.
Später schlenderte ich durch den Park gegenüber der Anlage, beobachtete ein paar spielende Eichhörnchen und bestellte mir wieder ein Bolt für den Rückweg.
Im Hostel angekommen, machte ich mich etwas schick.
Ich hatte zuvor einen Tisch (für mich) in einem Hotel mit Dachterrasse und Pool reserviert, wo man auch den Sonnenuntergang beobachten konnte.
Genau dort saß ich dann an eine Tisch mit Blick auf Pool und untergehender Sonne.
Als ich gerade bestellt hatte, hörte ich hinter mir ein Geräusch, als würde sich jemand die Nägel abklipsen. „Ist bestimmt was anderes, wer schneidet sich denn im Restaurant die Nägel?“ dachte ich mir.
Als ich mich umdrehte, sah ich, wie sich doch tatsächlich ein Mann in alle Seelenruhe mit einem Nagelclipser die Zehennägel schnitt. Gut, dass ich noch kein Essen in Sprungweite auf dem Tisch hatte…
Mein leicht angewiderter Blick in seine Richtung wurde vom Personal schnell bemerkt und sie forderten den Mann auf, doch bitte woanders seine Nägel zu schneiden.
Während ich dann (ohne komische Geräusche…) auf mein Essen wartete, erkundete ich die Terrasse und den Pool und machte Fotos vom Sonnenuntergang, der mit dem spiegelnden Pool einfach nur schön aussah!
Als ich irgendwann gegessen hatte, fragte mich der Kellner, wann ich Nachtisch essen wolle. Man hätte etwas vom Hotel für mich, anlässlich meines Geburtstags. Na, was das wohl sein mag?
Später stummte plötzlich die Musik für ein paar Sekunden, daraufhin wurde deutlich lauter „Happy Birthday“ gespielt.
Inzwischen hatte jeder im Restaurant also mitbekommen, dass jemand Geburtstag hatte.
Nach einer guten, quälenden Minute kam schließlich der Kellner mit einem Teller Tiramisu, darauf ein paar Kerzen platziert, und wünschte mir im Namen des Hotels alles Gute zum Geburtstag.
Vom Nachbartisch wurden mir ebenso Glückwünsche ausgesprochen, danach durfte ich mir es dann endlich schmecken lassen.
Khao Lak:
Am nächsten Vormittag ging es dann zum Flughafen.
Wie zuvor auch lag das Gewicht meines Rucksacks (Handgepäck) deutlich über 7kg. Da ich erwartete, dass wie sonst in Asien auch dieses Mal mein Rucksack gewogen werden würde, suchte ich mir eine bequemere Alternative als alle schweren Sachen in meine Regenjacke zu stopfen und umzubinden.
Stattdessen nahm ich die Starbuckspapiertüte und platzierte dort meine (schwere) Techniktasche, darüber eine Muffinbox und eine Wasserflasche. Diese Tüte stellte ich dann in den Gitterkorb meines Gepäckwagens, sodass es den Anschein machte, einfach nur etwas bei Starbucks gekauft zu haben.
Am Schalter wurde dann schließlich mein Rucksack gewogen, die Tüte in meinem Wagen wurde ignoriert. Mein Plan war also aufgegangen!
In der Sicherheitskontrolle schaute eine Mitarbeiterin etwas verwirrt, aber gleichzeitig fasziniert über meine Lösung. Ich sagte ihr, dass ich das extra so mache, um schneller an die Technik heran zu kommen, da sie oft extra gescannt werden müsse.
Der Flug nach Phuket verlief problemlos und im Landeanflug hatte ich eine wunderschöne Aussicht auf die Inselgruppen vor Phuket. Leider sah ich an dem Tag zum letzten Mal für ein paar Tage die Sonne…
In Phuket angekommen suchte ich mir inmitten der Taxirufer den Abholort von meinem gebuchten Shuttle nach Khao Lak, wo ein Mitarbeiter mit großem Schild mit meinem Namen auf mich wartete.
Danach ging es per Speed-Shuttle nach Khao Lak.
Nun erklärte sich auch, warum der Anbieter seine Fahrzeiten kürzer angegeben hatte als die Anderen:
Die Geschwindigkeitsbegrenzungen multiplizierte der Fahrer mit der Personenanzahl. 130 km/h in der Ortschaft waren deshalb kein Problem mehr.
Kaum waren wir in Khao Lak angekommen, regnete es… sich ein.
Diesen und die folgenden Tage verbrachte ich dann mit Sport im Mini-Fitnessraum des Hotels, schlendern durch die Straßen und über den Strand, Planung meiner weiteren Reise, Faulenzen und Essen aufs Zimmer bestellen.
Besonders nachdenklich gemacht hatte mich das Mahnmal am Strand: Dutzende Muschel- und Steinketten hingen an den Bäumen dort.
An den Stämmen dann einlaminierte Bilder mit Trauerschreiben, liebevoll dekoriert mit Muscheln. Es waren Bilder von Opfern des Tsunamis 2004, die genau dort ums Leben gekommen waren. Von Kleinkindern, Familien, Jugendlichen, Müttern und Vätern war alles dabei. Selten war ich dieser Naturkatastrophe so nahe und selten so berührt.
Zurück zum Hotel:
Ich hatte dort 6 Übernachtungen gebucht, auch, um dort einiges erkunden zu können.
Nur hatte ich damals nicht damit gerechnet, dass es fast durchregnete und für einige Tage sogar Unwettermeldungen ausgegeben wurden.
Dennoch schaute ich nach den passenden Tagen für Ausflüge, oder eher „Ausflugideen“.
Für den nächsten Tag wollte ich eigentlich eine Halbtagestour zum Khao Sok Nationalpark unternehmen und hatte sie bereits gebucht. Komischerweise konnte ich bei der Buchung keinen Ort in Khao Lak zur Abholung auswählen, also kontaktierte ich direkt den Anbieter.
Es stellte sich dann heraus, dass man für die Abholung in Khao Lak zusätzlich zu den ca. 70€ Für die Tour nochmal 60€ an Gebühr für die Abholung in Khao Lak haben wollte. Also ingesamt 130€ für 4h Spazieren durch den Nationalpark.
Der Preis war mir etwas zu hoch und so diskutierte ich ein wenig mit dem Support von GetYourGuide, bis ich schließlich eine Erstattung für die kurz vorher gebuchte Tour bekam.
Am nächsten Tag gab es dann Starkregen samt Unwetterwarnung, sodass ich über die fehlende Tour nicht traurig war.
Zwischenanmerkung: Da ich kontinuierlich weiter reise und sehr viel erlebe, bleibt vieles auf der Strecke liegen, wozu auch das Verfassen der Blogbeiträge sowie Durchsehen, Auswählen und Nachbearbeiten der Fotos gehört. Den oberen Abschnitt habe ich Anfang Dezember gefertigt, jetzt (Januar) komme ich endlich zur Fortsetzung. Die Reise durch Thailand fand mitte Oktober bis Anfang November statt. Es könnte also sein, dass ich ein paar Dinge durcheinander bringe, vergesse oder später irgendwie nachtrage.
Touren:
Teilgenommen habe ich an zwei Bootstouren, die beide vom gleichen Veranstalter waren.
Die erste Tour ging zu den Phi-Phi Inseln.
Nachdem ich morgens um 5 Uhr abgeholt wurde, wurden wir zu einer Kantine gefahren, wo alle Touren in der Region des Anbieters kostenlos Frühstück bekamen.
Anschließend wurde jede einzelne Gruppe aufgerufen und die eigentliche Tour startete.
Der wohl bekannteste Ort auf den Phi-Phi Inseln ist die Maya-Bay, wo Teile eines James Bond Filmes gedreht wurden.
Die Bucht hat mit der Zeit stark unter dem Tourismus gelitten, weshalb dort alles reglementiert ist. Welches Boot mit wie vielen Menschen dort anlegen darf, wobei man nicht an der Bucht selbst anlegt, sondern auf der Rückseite, und von dort aus über gekennzeichnete Wege zur Bucht läuft.
Schwimmen darf man dort auch nicht, aber zumindest wird es geduldet, wenn man mal mit den Füßen das Wasser berührt.
In der Bucht selbst sind viele kleine Haie (genaue Art habe ich vergessen) zu beobachten.
Anschließend ging es zu ein paar Schnorchelplätzen, bis auf ein paar Barrakudas habe ich hier jedoch nichts Außergewöhnliches gesehen.
Danach hatten wir die Möglichkeit, zum „phi phi don island view point“ zu wandern. Die meisten aus der Gruppe (Inkl. mir) nahmen den Aufstieg von fast 400 Stufen auf sich und wir konnten unterwegs sogar einen Waren (im Kanal) sehen. Trotz Wolken war die Aussicht sehr schön, auch wenn ältere Bilder des Ortes deutlich schöner aussehen, als es noch weniger bebaut war.
Anschließend gab es noch Mittagessen in Form eines Buffets, wobei Auswahl und Qualität im Gegensatz zum restlichen Programm eher dürftig waren.
Tour 2:
Dieses Mal wurde ich erst um 6 Uhr abgeholt, da die nächsten Orte wesentlich näher an Khao Lok lagen. Wieder ging es erst zu einem Sammelpunkt mit Frühstück.
Im Laufe des Morgens klapperten wir sämtliche Orte auf und rund um die Similan Inseln herum ab, wobei der Fokus dort auf das Schnorcheln gelegt wurde.
Am vorletzten Stop hatten wir sogar so viel Glück, dass wir eine Schildkröte gesehen haben!
Es gab ein paar „Fotografen“ vom Veranstalter, die anschließend Bilder oder Videos an die Gäste verkauften. Genau diese „Fotografen“ schwammen der Schildkröte hinterher, als wenn sie diese jagen würden (sau unnötig), um die bestmöglichsten Fotos zu ergattern.
Ich war davon ein paar Meter entfernt, als schließlich die Schildkröte eine abrupte Wende machte und genau zu mir und unter mir her schwamm. Cool! 😁
Auf dem Rückweg zum Festland hatte es dann plötzlich stark angefangen, zu regnen.
Da das Boot eher kaum bis gar nicht überdacht war, bekam jeder einen Plastikregenponcho, um zumindest einigermaßen trocken zu bleiben. So richtig viel gebracht hatte das allerdings auch nichts, denn immerhin waren wir mit ca. 60 km/h auf dem Ozean unterwegs. Ich war zum ersten mal sehr froh um meine „Dry Bag“, sodass zumindest meine Wertsachen trocken blieben.
Überfahrt nach Koh Tao:
Ungefähr einen Veranstalter findet man, wenn man von Khao Lak nach Kho Tao fahren möchte und weniger als 13h unterwegs sein möchte.
Es war wieder das gleiche Unternehmen, das mich auch vom Flughafen abgeholt hatte.
Allerdings war meine Erfahrung an dem Tag leider nicht nochmal so cool.
Erst hatte der Fahrer 20 min Verspätung, dann raste er in einem Affenzahn (120 statt 50 km/h) durch die Ortschaften und spielte nebenbei am Handy. Da ich genau hinter ihm saß, konnte ich das bunte Treiben wunderbar beobachten.
Ich wies ihn (auf Englisch) dann daraufhin, dass er doch bitte zumindest das Handy beim Fahren weg legen solle, daraufhin deutete er mir, er würde mit seinem Chef schreiben. Naja, Tiktokvideos schauen ist jetzt nicht gerade nur eine kleine Nachricht an den Chef.
Also holte ich mein Handy raus und übersetzte via App, dass man den Bildschirm sehen könne und was er da mache, dass hier viele Leute (u.a. Kinder) im Bus sitzen würden und wir nicht verunfallen möchten, weil er nebenher Videos schaut, anstatt sich auf die Straße zu konzentrieren.
Das hat einigermaßen gesessen und für die nächsten Minuten blieb das Handy weg.
Anschließend setzte er mich (mehr oder weniger) auf die Straße, weil von dort aus ein neuer Bus für mich kommen würde, der mich zum Hafen bringt. Nach seiner Meinung sollte ich nur 10 min. warten, in Wahrheit waren es dann aber leider eher 30 min., bis mein Bus schließlich kam.
Danach ging es zum Hafen, wo nicht mehr als ein Automat gut 1,5h Wartezeit vertröstete.
Die Fährfahrt war ebenso wenig besonders, zumal es fast dunkel war, als ich irgendwann endlich auf Koh Tao angekommen war.
Dort angekommen schlängelte ich mich durch die Taxi-Rufer und machte mich mit einem kleinen Stop im 7-Eleven auf den Weg zu meinem Hotel. Für die 10 min Fußweg hatte ich wirklich keine Lust, Geld für ein Taxi auszugeben. Dennoch musste ich immer wieder kurz stoppen, um zumindest die Hände an meiner Duffle Bag zu tauschen. Die wird auf Dauer dann doch etwas schwer zum Ziehen, zumal ich einen kleinen Berg hoch laufen musste.
Irgendwann war ich dann am Hotel angekommen (so dachte ich) und ging schnurstracks in eine offene und leere Rezeption. Hä? War das Hotel nicht noch abends geöffnet? Nach ein paar „Hello?“-Rufen kam von draußen ein Mann rein und fragte, was ich suche. Als ich meinen Hotelnamen sagte, deutete er auf das Gebäude nebenan, welches ich vollkommen übersehen hatte.
Okay, das erklärte einiges. Ich war wohl doch etwas geschafft vom Tag.
Endlich in meinem Zimmer angekommen, setzte ich mich seufzend aufs Bett… und sprang sofort wieder auf. Das Teil war härter als jede Kirchbank! „Naja.. härtere Matratzen sollen ja besser für den Rücken sein“ dachte ich mir dann und breitete mich wohnlich aus.
Koh Tao:
Am nächsten Tag beschäftigte ich mich tagsüber noch mit verschiedensten organisatorischen Anliegen, bevor es nachmittags zur Tauchschule ging.
Ich hatte mir schon ein paar mal überlegt, einen Tauchkurs zu machen, jedoch immer davor zurück geschreckt, weil ich Sorge hatte, ob meine Ohren den Druckausgleich schaffen würden. Bei den Tauchübungen vor mehreren Jahren, u.a. für den Rettungsschwimmer, hatte dies nicht immer so richtig gut geklappt.
Ich bin dann auf die Webseite einer Tauchschule gestoßen, wo man zu dem Thema schrieb „keine Sorge, wenn du den Druckausgleich beim Fliegen schaffst, schaffst du das auch beim Tauchen“. Cool! Da scheint jemand emphatisch zu sein und meine Sorge zu verstehen.
Im Kurs selbst waren wir dann 4 Leute - eine nette kleine Gruppe. Ein Pärchen sowie eine weitere allein reisende Frau (C.) und ich.
Nachdem wir ein paar organisatorische Dinge geklärt hatten, durften wir uns ein Video anschauen. Entweder dort auf einem kleinen Fernseher oder auf unserem Handy, den Link zum Video würden wir geschickt bekommen. Danach sollten wir ein kleines Quiz dazu machen.
Keiner hatte Lust, 2,5h dort zu verbringen, wo das eigene Hotelzimmer doch um ein Vielfaches gemütlicher war. Also ließen wir uns den Link schicken und überhörten den Hinweis nicht, dass man das Video auch schneller abspielen könne.
C. fragte danach in die Runde, ob jemand schon Lust auf Abendessen hätte und da ich nur gefrühstückt hatte, war ich sofort dabei. Der Rest war noch nicht hungrig.
C. und ich verstanden uns prima und hatten, vom Tauchkurs mal abgesehen, einige Gemeinsamkeiten!
Am nächsten Tag besprachen wir dann offene Fragen aus dem Video, erhielten noch etwas Unterricht, dann ging es Richtung Pool.
Vorher durften wir noch unsere Sachen anprobieren, wobei es für mich 3 Anläufe brauchte, um den für mich passenden Wetsuit der Unisex-Reihe zu finden. Es ist ja nicht so, als sei es anstrengend genug, schon einen einzigen (nassen) Wetsuit anzuziehen.
Ich hatte für den Tag auf jeden Fall genug „Sport“ gemacht! :-D
Der Pooltag verlief noch problemlos. Wir hatten immer wieder was zu lachen und trotz anfänglicher Schwierigkeiten gelang es mir irgendwann einigermaßen, abzutauchen, den Druckausgleich (erfolgreich) durchzuführen und unter Wasser zu bleiben.
Highlight war nachmittags, als die Konzentration bei allen so langsam nach ließ: Wir sollten das Szenario „keine Luft“ unter Wasser durchgehen. Dazu zeigt man seinem Tauchbuddy das Zeichen „keine Luft“ und greift sich danach den zweiten Regulator „Oktopus“ des Tauchbuddys, bevor es u,a, nach weiterer Kommunikation und Römergriff gemeinsam an die Oberfläche geht. Als ich an der Reihe war, signalisierte ich meiner Tauchpartnerin „keine Luft“, aber anstatt den Oktopus zu greifen und zu mir zu ziehen, bewegte ich mich zum Regulator, als wenn dieser angeklebt wäre. Da dieser auf Brusthöhe saß, mussten wir danach umso mehr lachen, als C. sagte „komm an meine Brust“.
Hinweis an der Stelle für alle, denen es ähnlich geht: Macht den Druckausgleich bevor es unangenehm wird. Ist der Punkt erst überschritten, geht es nur noch schwierig oder mit Gewalt - was man keinesfalls tun sollte. Genau das war mein Problem damals, ich hatte einfach zu spät probiert, den Druckausgleich durchzuführen. Und es ist auch nicht nur ein einziger Druckausgleich, sondern man gleicht alle paar Dezimeter den Druck aus, der eine mehr, der andere weniger. Sobald man unter der Wasseroberfläche ist, führt man den ersten Druckausgleich aus. Nicht erst 2m unter der Oberfläche.
Der nächste Tag startete dann leider nicht mehr so fröhlich. Es sollte aufs Boot gehen für unsere ersten zwei richtigen Tauchgänge.
Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. C. und ich sollten mit unserem Tauchlehrer üben, während das Pärchen mit der Tauchlehrerin üben sollte.
C. und ich waren super aufgeregt, was wir der Tauchlehrerin auch mitteilten. Sie beruhigte uns und sagte „keine Sorge, das bekommen wir alles hin“.
Schon der Abstieg verlief nicht so problemlos wie der Pooltag zuvor. Ich hatte Probleme mit dem Druckausgleich, musste immer wieder kurz nach oben gehen, um es nochmal zu probieren. Unsere Tauchlehrerin signalisierte mir immer wieder „mach langsam“, was ich auch tat.
Irgendwann waren wir dann am Boden angekommen, wobei die Sicht sehr schlecht war (an der Stelle max. 5m).
C. und ich sollten dann mit dem Tauchlehrer üben und verschiedene Übungen absolvieren.
Leider lief auch das nicht so problemlos wie im Pool. Ich war zu leicht und geriet immer wieder nach oben. Als wir die Übung „Maske ausspülen“ machen sollten, brannten meine Augen anschließend und die Maske beschlug sofort. Ich zeigte meinem Tauchlehrer „Problem mit den Augen“ an, jedoch verstand ich seine Lösung, einfach zu blinzeln, leider nicht, geschweigedenn konnte ich ihn richtig gut sehen.
Bei der anschließenden Übung, auf den Flossenspitzen zu balancieren, geriet ich immer wieder auf die linke Seite. Auch hier signalisierte ich „Problem“ und machte eine balancierende Geste mit beiden Armen.
Ich weiß leider nicht, was das Problem beim Tauchlehrer war, aber irgendwann nahm er seinen Regulator aus dem Mund und brüllte mich an. Unter Wasser versteht man allerdings nur „blllbblllb“ und so weiß ich bis heute nicht, was er mir sagen wollte.
Stattdessen machte er immer eine fragende Bewegung, zuckte mit den Schultern und hob die Arme.
Als ich unfreiwillig ca. 1,5m nach oben aufstieg, zog er mich an den Beinen wieder nach unten. Blöd, denn ich hatte ja ohnehin Probleme mit dem Druckausgleich und kam bei dem Manöver kaum hinterher.
Irgendwann bewegten wir uns dann kurz in eine Richtung, bevor es auch schon nach oben ging.
An der Oberfläche angekommen, schimpfte der Tauchlehrer sofort: „Du musst blinzeln“, „Ihr müsst zuhören“, „das war in meinen 6 Jahren Tauchlehrer das mit Abstand schlechteste, das ich je erlebt habe“ und „das war ein reines Desaster“, „Nächstes Mal müssen wir uns auch mal bewegen und nicht nur metamorphisieren“.
Ich fragte dann, wo das Problem sei, bekam aber keine Antwort.
Anschließend sollten wir die Rettungsübungen machen, bekamen aber gleich mit gesagt, dass wir uns beeilen müssen, da wir aufs Boot sollten.
Nach der ersten Übung sagte er „macht noch die Mickymouse Übung“, was wir dann auch umsetzen wollten.
Allerdings war der Satz wohl als Frage gemeint, denn daraufhin schrie uns der Tauchlehrer an: „Ich habe euch was gefragt! Verdammt nochmal! Habt ihr die Mickeymouse Übung schon gemacht?“.
An dem Punkt reichte es mir. Ich war dort schließlich freiwillig, wollte etwas lernen und muss mich nicht anschreien lassen.
Also schrie ich zurück „Schrei mich nicht so an! Es reicht jetzt!“.
Es kam dann nur vom Tauchlehrer „so, wir brechen ab“ und gingen alle nacheinander aus dem Wasser.
Am Boot selbst schimpfte er sofort los, dass das das schlechteste sei, was er je erlebt habe, wir die schlimmste Leute seien, denen er je begegnet sei, usw.. Schließlich sagte er dann, dass er mit uns keine Tauchgang mehr machen würde. Er hätte die Verantwortung und uns sei nicht zu vertrauen, weil wir so schlecht seien. So etwas schlechtes hätte er in 6 Jahren Tauchlehrerdasein noch nie erlebt. Beim 2. Tauchgang sollten wir am Boot bleiben. Wir könnten zum Büro gehen und unser Geld zurück verlangen, aber er würde nicht mehr mit uns tauchen.
C. klinkte sich ein und versuchte, behutsam auf ihn einzureden „Hey B., ich finds echt nicht cool, wie du gerade mit uns redest und was gerade..“, konnte den Satz aber gar nicht vollenden, weil er sie permanent unterbrochen hatte.
Wir hätten kein Respekt, würden das hier gar nicht wollen, seien überhaupt nicht kritikfähig (welche Kritik? Es kam ja nichts, außer wütendes Geschrei…), und Ähnliches wurde uns vorgeworfen.
Als ich mein Equipment abrüstete, fiel mir auf, dass in meiner linken Westentasche (bzw. BCD-Tasche) ein Gewicht war.
Ich zeigte es B.: „Schau mal, hier ist ein Gewicht, deswegen hatte ich so Gleichgewichtsprobleme!“, woraufhin dieser nur entgegnete: „Ja, das habe ich dir dort rein gepackt, damit du unten bleibst. Du hättest dich bewegen müssen.“
Ja, aber „Bewegen“ sollten wir uns doch genau nicht, als wir am Boden auf den Flossenspitzen balancieren sollten….
Ich hatte den Eindruck: egal, was wir getan hätten, es hätte zu dem selben Ergebnis, nämlich dem Rausschmiss aus der Schule geführt.
Es war an der Situation nicht weniger unangenehm, dass andere Kurse die Situation (am Boot) stumm mitbeobachteten. Aus unserem Kurs sprach anschließend niemand mehr mit uns, wir wurden schlichtweg ignoriert.
Ich hatte schon einige Kurse in meinem
Leben mitgemacht und auch selbst den ein oder anderen Kurs/Workshop, etc. anleiten dürfen.
Ich habe aber bisher noch nie erlebt, dass jemand wegen nichts so ausgerastet ist.
Sicherlich lief nicht alles so optimal, aber wir waren heile ins und aus dem Wasser gekommen. Niemand hat sich die Flasche zugedreht, den Regulator aus dem Mund geworfen oder sonst etwas katastrophales getan, was so einen Ausraster rechtfertigen würde.
Zumal eine der wichtigsten Tauchregeln „Ruhe bewahren“ hier 0,0 beachtet wurde…
Wenig später machte sich der Rest des Bootes für den 2. Tauchgang fertig.
Es ist schon echt ein beschissenes Gefühl, wenn alle voller Vorfreude ins Wasser stürzen und man selbst nur zusehen darf.
Die letzte Gruppe, die von Board ging, waren unsere beiden Tauchlehrer und das andere Pärchen aus unserem Kurs.
Als wäre die Situation nicht schon demütigend genug gewesen, sagte B., kurz, bevor es ins Wasser ging für alle laut und deutlich: „Jetzt kann’s ja nur noch besser werden.“, woraufhin der Rest der Gruppe etwas lachte.
Danke, das haben wir verstanden.
Während also alle, bis auf 2 Mitarbeiter und wir, im Wasser waren, nutzen C. und ich die Pause, rührten uns einen Instantkaffee an, schnappten uns ein paar Kekse und sonnten uns auf dem oberen Deck.
Die Situation hatte uns beide derbe aufgewühlt und wir erzählten uns, was sowieso in den letzten Wochen in unserer Leben passiert war und wie es uns dabei erging.
Zudem überlegten wir uns, wie wir nun am besten vorgehen würden.
Ich beschloss, eine neue Tauchschule raus zu suchen und dort nochmal neu anzufangen.
Mit den verbleibenden Tagen auf Ko Tao würde dies gerade so passen.
Irgendwann kam der Rest wieder nach und nach an Board kam und wir fuhren schließlich wieder Richtung Insel.
Es ist dort üblich, dass man meist mit einem kleinen Boot vom Ufer zum Tauchboot fährt. Dort werden alle Leute sowie Material transportiert.
Meist werden auf dem Weg zurück erst die Materialien ins Boot geladen, bevor jeder nach und nach einsteigen darf.
Auf dem kleinen Boot steht meist mindestens ein Mitarbeiter, der der einsteigenden Person die Hand reicht, weil die Angelegenheit ganz schön wackelig ist.
Und dieser Mitarbeiter war an dem Morgen ausgeregnet unser Tauchlehrer, den ich in diesem Moment so sehr hasste.
Kommentarlos nahm ich seine entgegen gestreckte Hand und setzte mich möglichst weit weg.
Als wir wieder an Land ankamen, nahmen wir unsere Taschen und gingen in Richtung Rezeption.
Irgendwann rief uns B. hinterher „C. und Marie? Wartet mal!“. Ich hatte ganz kurz die Hoffnung, er würde sich zumindest im Absatz entschuldigen für das, was passiert war.
Nein. Er sagte nur, dass wir uns ab 12 ein Formular an der Rezeption abholen könnten, wo unser Zwischenstand dokumentiert sei. Damit könnten wir innerhalb von 12 Monaten an jeder Padi-Tauchschule weltweit den Kurs fortsetzen.
„Das werden wir!“ sagte ich nur.
C. und er wünschten sich noch gegenseitig „ansonsten alles Gute“, ich hatte hingegen keine Lust, auch nur ein einziges Wort mehr mit dieser Person zu sprechen.
In der Wartezeit bis 12 Uhr stärkten wir uns mit einem kleinen Snack im Café nebenan und suchten nach Tauchschulen, wo wir unseren Kurs fortsetzen konnten.
Zudem packte C. ihre Taschen, denn sie hatte sich extra für den Tauchkurs im Hotel der Schule eingebucht, aus welchem sie verständlicherweise nur noch weg wollte.
Um 12 Uhr kam dann an der Rezeption die Ernüchterung: es gab an „Geld zurück“ nur die 2750 Baht für den letzten Tag, den wir noch nicht angebrochen hatten, obwohl wir vom gleichen Tag nur einen Tauchgang mitgemacht hätten.
Schließlich recherchierten wir auf meinem Hotelzimmer weiter. Ich suchte bewusst nur nach den schlechten Bewertungen in Tauchschulen. Und die Tauchschule, die einigermaßen noch zu Fuß erreichbar war und nur 2 akzeptabele schlechte Bewertungen hatte, schrieb ich an und erklärte kurz unser Anliegen.
Es dauerte nicht lange, als sich die freundliche Rezeptionistin von Master Divers zurück meldete.
Wir könnten morgen starten, müssten nur eine Anzahlung leisten. Das würde zur Not aber auch noch morgen gehen.
Insgesamt wirkte man sehr freundlich, positiv und bemüht.
Da C. sowieso in Richtung Hafen (unweit Master Divers) musste, begleitete ich sie, um die Tauchschule persönlich zu besuchen.
Wir waren uns einig, dass wir erst nach einem persönlichen Besuch und gutem Bauchgefühl dort starten würden.
Dort angekommen, wurde ich super herzlich und lieb begrüßt.
Man erklärte mir, wie dieser Kurs aussehen würde, wie lange er dauert, etc.
Leider konnten wir keine Mini-Ergänzung in Form eines Tages an unseren vorherigen Kurs bekommen, da sich die Inhalte nicht ganz überschnitten.
Somit zahlten wir mit 9500 Baht fast genauso viel wie für den vorherigen vollen Kurs.
Dafür hätten wir aber einen Tauchlehrer für uns und man bemühte sich, den deutschsprachigen Lehrer aktivieren zu können.
Ein Mitarbeiter dort hatte unser Gespräch am Rande mitbekommen und dass es zuvor „Stress“ mit einer anderen Tauchschule gab.
Er fragte mich anschließend höflichst im britischen Englisch, dass er ja nicht aufdringlich sein möchte, aber er sei sehr neugierig, was andere Tauchschulen betrifft und habe gehört, dass es da etwas „Gossip“ geben würde.
Oh ja… das gab es…
Wenig später recherchierte er den Tauchlehrer, denn dessen Lizenznummer war auf dem kleinen Zettel mit meinem „Lernstand“ vermerkt. Und, so viel sei hier gesagt: es wurde eher heißer gekocht, als gegessen wurde. Lizensnummer und Alter passen nicht wirklich zum Status bzw. Qualifikation des Lehrers. „Bei uns hätte er schon mehrere Qualifikationen weiter sein müssen. Das ist sehr ungewöhnlich, passt aber zu seiner Attitude.“.
Danke! Das wundert mich wirklich nicht.
In Summe: ein gutes Bauchgefühl. Auch C. gab mir per WhatsApp ihr Go, dass wir hier starten bzw. fortsetzen könnten.
Wenig später rief er Stefan an „Ich habe hier zwei wundervolle Mädels, die gerne tauchen lernen würden und bei Tauchschule X Pech mit einem schlechten Tauchlehrer hatten.“. Wenig später hatten wir unseren Tauchlehrer für die nächsten Tage und konnten wie gewohnt auf Deutsch weiter machen, juhu!
Am nächsten Tag war Stefan natürlich auch nochmal interessiert, was da so passiert war, sagte aber auch, dass man als Tauchlehrer auch schon mal die Geduld verlieren kann.
Nachdem wir ihm unsere Geschichte erzählten, pflichtete er uns bei und war ebenso der Meinung, es müsse sich bei dem Menschen um ein großes A*** handeln. Danke!
Die Tage dort vergingen wie im Flug.
Nach anfänglichen Unsicherheiten „hoffentlich ist man hier netter zu uns“ fühlten wir uns super wohl und führten 4 Tauchgänge ohne größere Probleme durch. Während eines Tauchganges haben wir sogar 3 Rochen gesehen - sooo cool! Leider darf man im Training keine Kamera mitnehmen. Sonst hätte ich ein paar Fotos oder Videos von einem echt riesigen Exemplar gemacht!
Beim letzten Tauchgang hatte ich dann ein paar Probleme mit Ohren und Druckausgleich und es dauerte vergleichsweise lange, um abzusteigen. Insgesamt aber immer noch im Rahmen und völlig unproblematisch.
Anschließend mussten wir noch ein Quiz meistern, dann hatten wir den Kurs bestanden.
Wir waren nun endlich Open Water Diver! 🥳🎉
Zur Feier gingen wir in das nette Café neben der Schule und bestellten uns üppig lecker Essen (kurze Anmerkung an der Stelle: gefühlt besteht Ko Tao nur aus Tauchschulen, Cafés, ein paar Hostels/Hotels und Bars/Restaurants).
Für den nächsten und übernächsten Tag buchte ich mir dann jeweils 2 „Fun Dives“.
Den ersten Tag war ich mit Steven unterwegs. Selbiger war am 2. Tauchtag schon auf unserem Boot und hatte meine dortigen Druckausgleichprobleme mitbekommen.
Wir sprangen schon etwas früher ins Wasser als der Rest vom Boot, denn Steven wollte mir seine Lieblingsecken zeigen.
Entgegen meiner Sorge klappte der Druckausgleich an dem Tag aber hervorragend und ich konnte die Tauchgänge einfach nur genießen.
Steven zeigte mir unglaublich viele, teils sehr sehr kleine Tiere.
Besonders Glück hatten wir mit einer Seenadel, einer Verwandten des Seepferdchens. Gerade mal so groß wie ein Stift hatte Steven es dennoch gesehen.
An einer Stelle lag ein Palmblatt auf dem Boden, und zwar so versteckt, dass es auch von einem Tier stammen könnte. Ich fragte Steven per Handzeichen, was das sei. Er schrieb dann auf seinem Unterwasserblock (sowas hätte der andere Tauchlehrer auch mal gebraucht…), „entweder ist es ein altes Palmblatt oder ein massiv großer Stachelrochen“. Ich musste doch etwas lachen.
Später entdeckten wir noch den gelben Kofferfisch und beobachteten, wie sich Fische gegenseitig jagten.
Zu unserem Glück schien an dem Tag endlich mal die Sonne. Ein rundum gelungener Tag.
Nach den Tauchgängen ging ich zu einem Strand, genoss dort die restliche Sonne und den baldigen Sonnenuntergang.
Ich schickte ein Foto von mir an Freunde und Familie und bekam von meinem besten Freund zu lesen: „Wow! Ich habe das erste Mal seit deinem Reiseantritt das Gefühl, dass du wirklich glücklich bist!“
Das war ich auch. Noch.
Später aß ich in einem Restaurant nebenan eine Pizza und beobachte, wie ein junger Mann seiner Freundin einen Antrag machte, den sie zur Freude aller Zusehenden auch bejahte.
Später musste ich dann im Hotel alles packen, denn am nächsten Morgen ging es früh zum Tauchen raus und danach würde ich keine Zeit mehr zum packen haben.
Eigentlich hatte ich für meinen Aufenthalt auf Ko Tao noch etwas mehr von der Insel sehen wollen. Aber durch das Tauchen fehlte mir dann die Zeit, etwas ins Inselinnere zu schauen. So hatte ich stattdessen aber den Blick vom Wasser und unter Wasser aus.
Auch etwas ungenehm waren die Nachbarn neben meinem Hotelzimmer. Die gesamte Anlage war recht hellhörig und so konnte man teils einzelne Gespräche verfolgen, wenn man die Sprache sprechen würde.
In dem Fall sprachen beide französisch und hatten offensichtlich so laut ihren Spaß an Zweisamkeit, mal mit, mal ohne Musik, dass selbst Oropax kaum halfen.
Ich schätze, dass sie sich zudem betrunken und bekifft haben (zumindest roch es danach) und nicht mehr Herr ihrer Sinne waren.
Auf ein Klopfen und lautes „Its too loud“ von mir folgte irgendwann nur ein „Gooood Niiiight“ Chor von nebenan, gefolgt von immer lauter werdender Musik.
So ziemlich jeden Abend ab ca. 9 Uhr steppte nebenan der Bär, mal Gestöhne zu zweit, mal kam noch wer dazu. Untersetzt von lauter Musik.
Obwohl ich das Hotel mehrfach über die Lautstärke informierte und Tonaufnahmen zeigte, unternahmen diese nichts. Schade, denn die Hotelregeln waren mehrfach im Zimmer markiert. Wenn man Regeln aufsetzt, sollte man sich schon mal Gedanken über Konsequenzen machen. Scheinbar war es den Betreibern aber egal.
Ich kann Interessierten mal das Hotel nennen, wenn man nach Ko Tao fliegen will und ohne Konsequenzen mal richtig die Kacke raus lassen will. 🙃😉
Am nächsten Tag ging es dann für mich frühs wieder zur Tauchschule.
Kurz nach dem Ablegen rannte der Kapitän nach hinten, aufs Klo. „Oh, vermutlich gestern (Halloween) zu tief ins Glas geschaut?!“ dachten sich die meisten inkl. mir. Vielleicht war er aber auch der Wirt dessen, was mich wenige Tage später erwartete.
Ich tauchte wieder mit Stefan. Dieses Mal war noch ein Pärchen aus Australien dabei.
Ich erzählte Stefan von meiner Idee, in meinem folgenden Aufenthalt in Australien meinen Tauchkurs weiter fortzusetzen. Das bekam der Mann des Pärchens mit und empfahl mir die Tauchschule, die ich schon im Netz gefunden hatte. Mit der hätte er seinen Master gemacht und sei sehr zufrieden gewesen.
Stefan empfahl mir zudem, den Nitrox-Kurs, einzubinden. Da geht es um sauerstoffangereicherte Luft mit u.a. dem Ergebnis, dass man nach dem Tauchen nicht so müde wäre.
Spoiler: genau das buchte ich ca. 2 Wochen später für meinen Aufenthalt in Cairns.
Im ersten Tauchgang in der „Shark bay“ waren wir plötzlich in einem riesigen Fischschwarm, der uns umkreiste und anschließend wieder weiter schwamm.
Für ein paar Sekunden war ich alleine in diesem riesigen, silbrigen Schwarm, der weiter um mich herum kreiste. Absolut beeindruckend!
Allerdings war es gar nicht so leicht, an der Stelle noch die Orientierung zu behalten, da es um mich herum nur so glitzerte.
Später fragte ein Mädel auf dem Boot, ob jemand eigentlich einen Fisch gesehen hätte. Da mussten alle ein wenig kichern.
Der zweite Tauchgang war dann nicht so spektakulär, da sie Sicht schlechter wurde.
Dennoch hatten wir viel Spaß!
Nach dem Tauchen tauschten Stefan und ich uns noch kurz aus. Obwohl der Anfang im Taucherdasein für mich so schwierig war, wollte ich nun am liebsten gar nicht mehr fahren. Ich fühlte mich plötzlich so wohl, besonders in dieser Tauchschule, die ich nur durch die vorherige schlechte Erfahrung gefunden hatte.
Stefan bestärkte mich in meiner Absicht, das Tauchen fortzusetzen, lobte meine Fortschritte und befand mich als „gute Taucherin“. Danke!
Zum Abschied hatten wir beide dann vermutlich ein paar Sandkörner in den Augen, zumindest waren die Augen doch etwas wässrig.
Anschließend ging es für mich kurz zum
Hotel und anschließend zur Fähre Richtung Ko Samui.
Ko Samui:
Irgendwann abends kam ich dann per Sammeltaxi (lustigerweise preislich vom Hafen aus am günstigsten!) am Hotel an.
Das Zimmer roch unangenehm nach heftigem Reinigungsmittel. Also breitete ich großflächig meine Sachen aus und hoffte, dass dieser ekelige penetrante Geruch schnell verfliegen würde.
Anschließend entdeckte ich ein italienisches Restaurant unweit meines Hotels und kämpfte mich durch den Regen dort hin. Dort bestellte ich Pici, von der Karte etwas abgewandelt mit Bolognese, statt einfacher Fleischsauce.
Während ich die leckeren Pici aß, kam der Koch persönlich zu jedem Gast und erkundigte sich nach dem Befinden. Er erzählte zudem, dass er aus Rom hierher ausgewandert sei und ein wenig die italienische Küche mitbringen wolle. Das war ihm in jedem Fall gelungen!
„Das sind die leckeren Pici, die ich außerhalb Italiens gegessen habe!“ erzählte ich dem Koch. Dieser war geschmeichelt und ich hatte nicht gelogen. Pici hatte ich bisher nur in Italien bestellt. Dennoch war es sehr lecker, sodass ich auch am Folgetag dort hin ging und das gleiche bestellte.
Den Folgetag verbrachte ich nach dem Frühstück nur im Hotel (mit Ausnahme des Abendessens).
Für die nächsten Wochen mussten noch ein paar Sachen organisiert werden und u.a. kontaktierte ich die besagte Tauchschule in Cairns.
Als Nachtisch konnte ich mich an dem Abend nicht zwischen Tiramisu und Pistazienrollen mit Panna Cotta entscheiden.
Irgendwann wählte ich die Röllchen, ließ aber die Hälfte liegen, da sie mir nicht sonderlich gut schmeckten.
Der Morgen des Grauens:
Der nächste Schritt am frühen Morgen führte mich direkt ins Bad.
„Puh, dann werden mir wohl die Röllchen nicht so gut bekommen sein“ dachte ich noch anfänglich und nahm vorsichtshalber mal eine Imodium ein, da ein Flug bevorstand.
Noch bevor das Taxi kam, wechselte ich mehrfach zwischen Schlafzimmer und Badezimmer.
„Ohje, hoffentlich geht das schnell wieder weg“ hoffte ich.
Am Flughafen quälte ich mir dann ein Frühstück in den Magen - ich wollte schließlich nicht mit leerem Magen an Board gehen.
Die Tablette machte sich zudem langsam bemerkbar und meine Badezimmerbesuche nahmen vorerst ab.
Chiang Mai:
Meist im November, 2025 am 5., finden in in Chiang Mai das Lichterfest und das Laternenfest Yi Peng statt. Dafür war ich extra angereist!
Bei der Fahrt zum Hotel tauschte ich mich mit meinem Fahrer darüber aus. „Ich kenne niemanden, der Loy Krathong gesehen hat und nicht mochte“ sagte er.
Am Hotel angekommen dauerte es ein paar Minuten, bis jemand am Empfang erschien.
Vielleicht hatte die Dame einen schlechten Tag, vielleicht fand sie mich auch einfach doof.
Jedenfalls sprach sie kaum und eher unfreundlich mit mir, zu anderen Gästen war sie sehr nett. Seltsam.
Glücklicherweise war mein Zimmer aber schon fertig, sodass ich dort hin wechselte.
Anschließend machte ich es mir halbwegs auf dem Bett mit Trinkflaschen und YouTube mehr oder weniger gemütlich, denn immer wieder musste ich mein Liegen unterbrechen und ins Bad sprinten.
Irgendwann im Laufe des Nachmittages fiel mir auf, dass ich mittlerweile 3-4x pro Stunde ins Bad musste.
Ich beriet mich mit ChatGPT und überlegte, was nun sinnvoll wäre. Ich hatte für den nächsten Tag eine Tour zu einem Elefanten-„Park“ gebucht, wo nur gerettete Elefanten leben sollen, die aus dem Tourismuskäfig befreit wurden. Diese Tour hatte ich bereits angezahlt und wollte sie ungerne verfallen lassen.
Mein Bauch ließ mir hingegen keine Wahl mehr.
Auch wurde ich immer schwächer.
Also packte ich ein paar Sachen für eine mögliche Übernachtung und bestellte mir ein Bolt zum „Bangkok“-Krankenhaus.
Rund um Loy Krathong war die Stadt gut besucht und es war schwierig, ein Taxi zu bekommen.
Umso glücklicher war ich, als ich irgendwann mit einem verbunden wurde.
Der Fahrer hatte noch einen Transport in der Nähe, den er beenden musste, bevor er zu mir aufbrechen konnte.
Das schrieb er mir auch. Ich schrieb ihm, dass ich ins Krankenhaus müsse. Es sei kein Notfall, aber eilig.
Dennoch wurden als prophezeiten 10 Minuten eher 30 Minuten. Da ich vom Handy aus gut seinen Standort verfolgen konnte, konnte ich sehr gut abschätzen, ob es für noch eine Toilettenpause reichen würde.
In der Zwischenzeit schrieb ich zudem dem besagten Park, dass es mir nicht gut gehe und auf dem Weg ins Krankenhaus sei. Ob man die Tour auch um 2 Tage verschieben könne. Glücklicherweise wurde schnell geantwortet, dass dies kein Problem sei.
Irgendwann kam dann der Fahrer an, lud in einer Engelsgeduld meinen Rucksack ein und fuhr dann Richtung Krankenhaus.
Der junge Schnösel hatte allerdings keine Augen für die Straßen, sondern nur für sein Spiegelbild oder den Chatverlauf mit einer Dame.
„Na toll! Kann der Typ nicht einfach mal Knallgas geben? Mir platzt bald der Bauch!“ schimpfte ich innerlich.
Gefühlte Stunden später, die längsten 12 Minuten meines Lebens, kam ich dann endlich im Krankenhaus an.
Danach folgten Aufnahme, Untersuchungen, Abgabe sämtlicher Körperlichkeiten (selten SO elendig gefühlt wie dort! 😞) und die Empfehlung der Ärztin, über Nacht hier zu bleiben.
Ja, das dachte ich mir schon. Sie vermutete ebenfalls eine Lebensmittelvergiftung, wollte aber mittels Tests andere Viren ausschließen.
Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, bis ich endlich auf meinem Zimmer (immerhin Einzelzimmer!) war und wieder ein Bad für mich hatte.
An Geräte und Tropf wurde ich schnell angeschlossen und bevor ich mich schlafen legen konnte, kam eine Pflegerin mit den Laborergebnissen rein. „Du hast das Rotavirus“.
Oh sch… was ist das denn? Musste ich erstmal googeln.
In Kurzfassung: heftiger Magendarmvirus, in Deutschland meldepflichtig. Durchschnittliche Krankheitsdauer: 6-8 Tage. Hochansteckend. Inkubationszeit 1-3 Tage. Ansteckung möglich bis theoretisch zum letzten Tauchgang. Absolut beschissen.
Direkt im Anschluss klebte auch ein „hochansteckend“-Schild von außen an meiner Zimmertür.
Die nächsten Stunden wechselte ich zwischen Schlafen, Badezimmer und untersucht werden. Ein Mal stündlich kam man zum Blutdruck und Fieber messen. Zudem piepste ständig das Gerät von meinem Tropf wegen ??? irgendwas! Dieses ??? war zumindest der häufigste Grund, weshalb ich den Schwesternknopf drücken musste. Manchmal lag der Schlauch quer oder die Schwestern wussten es selbst nicht.
Als am nächsten Tag sich noch Fieber zu meinen Beschwerden nährte, fühlte ich mich hundeelend. Auch Telefonate nach Hause halfen nicht. Ich hatte Heimweh und mir ging’s einfach nur beschissen.
Wohlwissend, dass dies an dem Virus liegen würde, hoffte ich auf baldige Besserung.
Großartig Abwechslung brachte der Krankenhausaufenthalt nicht. Wenn es ging, schlief ich. Oder musste ins Bad.
Zwischendurch kam ein Mitarbeiter zu mir, der die Verpflegungswünsche abfragte.
Da ich keinerlei Appetit hatte und nicht wusste, ob und was ich am nächsten Tag essen wolle, gestaltete sich das Gespräch als sehr zäh.
Auf der Karte stand zudem „Müsli“, welches ich liebendgerne gegessen hätte! Leider hatte man mich jedoch mit meiner Laktoseintoleranz so blöd abgestempelt, dass mir jegliche Milchprodukte verweigert wurden, auch wenn sie kaum bis gar keine Laktose mehr gehabt hätten. Obwohl ich es angegeben hatte, welche Produkte ich vertrage, wurde diese Bemerkung konsequent ignoriert.
Ich fragte mehrfach nach, ob man das Müsli nicht einfach mit Hafermilch oder laktosefreier Milch zubereiten könne, bekam aber immer die gleiche Antwort: „das geht für dich leider nicht“.
Da ich sonst auf gar nichts Appetit hatte, besonders nicht auf das übliche zerkochte, fade, graue Krankenhausessen, fiel es mir sogar schwer, das sonst so von mir gemochte Croissant herunter zu würgen. Übrigens gab es das natürlich ohne Butter, sondern nur mit Marmelade. Sonst blieb mir vom Menü nur die Packung Cracker, den Rest stellte ich sofort zur Seite, da mich selbst der Anblick nur ekelte.
Am nächsten Morgen kamen bei der Visite die Ärztin und ich auf Loy Krathong zu sprechen. Ich erzählte ihr, dass ich extra deswegen angereist sei und es nun verpassen würde.
Sie meinte dann, dass sie mich auch entlassen könne, wenn es mir besser gehen würde.
Wir einigten uns dann darauf, dass ich gegen Mittag nochmal Rückmeldung geben solle, wie es mir gehe und wie oft ich ins Bad müsse.
Aber ich sei nun imstande, den Verlauf nun selbst mit ausreichend trinken und Elektrolyten zu behandeln.
Obwohl es dann schließlich zu einem Missverständnis zwischen Pflegerin und mir kam, wurde ich pünktlich zum Sonnenuntergang entlassen.
Die Ärztin und die Pflegekräfte gaben mir noch den Hinweis mit, beim Street Food aufzupassen. Ich entgegnete, dass ich nach diesen Tagen so gar keine Lust auf abenteuerliches Street Food hätte.
Zum Schluss versammelte sich das Team hinter der Theke am Stationseingang, wünschte mir noch alles Gute und ein schönes Lichterfest und winkte mir zum Abschied herzlich zu. Süß. 😊
Ich buchte mir anschließend direkt ein Taxi in das Zentrum, nachdem ich mir beim Personal ein paar Tipps für gute Locations geholt hatte.
Die Fahrt mit dem Taxi dauerte ziemlich lange, da jeder zu der Zeit in die Stadt wollte.
Trotzdem wollte ich möglichst wenig gehen, denn sonderlich fit war ich noch nicht.
Gut 150m vor der besagten „Nawarat“-Brücke stoppte dann der Fahrer an einer Ampel und schlug vor, den Rest zu Fuß zu gehen, da es sonst nochmal ewig dauern würde.
Dem folgte ich und sah wenig später von der Brücke auf den „Mae Nam Ping“-Fluss, wo duzende Krathongs flussabwärts schwammen. Super schön!
Ich schlenderte ein wenig durch die bunten Stände und kaufte mir anschließend ein eigenes Krathong, welches ich mit vielen Wünschen und Dingen, die ich los lassen („wegschwimmen lassen“) wollte, in den Fluss setzte und davon treiben ließ.
Anschließend holte ich mir ein paar Sachen im Supermarkt (ich hätte sooo gerne Joghurt mit Honig, Beeren und Haferflocken gegessen - gab es aber leider nicht!) und bestellte mir dann ein Taxi zurück zum Hotel.
Obwohl ich zwischendrin immer Ausschau nach Restaurants und damit möglichen Toiletten gehalten hatte, musste ich zum Glück keines davon nutzen.
Am nächsten Tag ging es mir gesundheitlich wieder etwas schlechter. Ich bestellte mir ein paar Lebensmittel von einem Supermarkt zum Hotel und regelte nebenbei ein paar organisatorische Anliegen.
Höchste Priorität hatte natürlich, die Krankenhausrechnungen von fast 1000€ bei der Auslandskrankenversicherung einzureichen (Spoiler: nach mehreren Nachfragen ohne Resonanz und irgendwann Beschwerden meinerseits wurden mir Mitte Januar die Kosten erstattet).
Zudem klärte ich mit dem Elefanten-Park, dass ich auch an der verschobenen Tour nicht teilnehmen könne.
Man leitete das Anliegen (samt Attest) intern weiter und beschloss dann, mir freundlicherweise und ausnahmsweise die Anzahlung zu erstatten.
Danach packte ich meine Tasche für die Abreise am nächsten Tag und ruhte mich aus.
Das Lichterfest Loy Krathong und das Himmelslaternenfest Li Peng sind immer zeitgleich. Ich wusste vorher nicht, dass diese Feste an unterschiedlichen Orten sind. Für das Li Peng Fest wird ein extra Festival mit teuren Eintrittskarten außerhalb der Stadt organisiert. Zudem wird für die Dauer der des Steigenlassens der Flugverkehr eingestellt. Es gibt wohl auch inoffizielle Orte, wo Himmelslaternen in den Himmel gelassen werden. Allerdings wurde über die „bekanntesten“ dieser Orte gesagt, dass dort dieses Jahr nichts stattfindet.
So gerne ich auch dieses Bild mitgenommen hätte, blieb mir so nichts anderes übrig, als im Hotelzimmer zu bleiben. Und auf Gut Glück irgendwo hin zu fahren, dazu war ich an dem Tag zu platt.
Abreise & Singapur:
Am nächsten Tag bestellte ich mit etwas Pufferzeit ein Taxi zum Flughafen. Gut, denn auf den Straßen war viel los.
Am Flughafen brauchte ich ein paar Minuten, um den Schalter meiner Airline (Malaysian Airlines) zu finden. Die Schlange war recht lang, dennoch verlief die Gepäckabgabe ohne größere Probleme.
Anschließend begab ich mich sofort zur Sicherheitskontrolle… Oder eher zur Schlange, um dort hin zu kommen.
Ganze 45 Minuten musste man dazu anstehen, zudem zog sich generell die Kontrolle sehr.
Der Grund war offensichtlich: nach den Festivals reisten nun die Leute wieder ab und heute war scheinbar der Höhepunkt der Abreise.
Immer wieder liefen Angestellte mit Schildern durch die Menge, um Reisende von kurz bevorstehenden Flügen vorzuziehen.
Ich erwähnte zwar, dass mein Flug auch bald starten würde, aber „so eng“ war es dann wohl doch nicht, sodass ich trotzdem warten musste.
Nach der Sicherheitskontrolle sprintete ich zum Gate, denn laut Ticket würde in 5 Minuten das Gate schließen.
Puh, Glück gehabt.
Ich nutzte die Pause, um mir noch etwas zu Essen zu besorgen. Die Optionen lagen irgendwo zwischen Sandwiches und Burger King. Die Wahl fiel auf Letzteres. Hauptsache, salzig.
Dort angekommen, nutzen die Leute die Automaten zum Bestellen. Scheinbar war es auf anderem Wege schwer bis unmöglich.
Leider hatte ich dann genau das (ältere) Pärchen vor mir, was für eine riesige Freundesgruppe den halben Imbiss leer bestellte und zudem nicht sonderlich vertraut mit der Technik war. Zwar half ihnen eine Mitarbeiterin, aber es dauerte dennoch lange.
Ich hatte mir vorher schon ausgesucht, was ich haben wollte, und forderte mit ein paar Klicks meine Bestellung (Pommes und Chicken Nuggets) an.
Leider waren nicht wenige Passagiere an dem Imbiss interessiert, und so kamen die Mitarbeiter kaum mit den Bestellungen hinterher.
Als ich irgendwann hörte, dass mein Flug aufgerufen wurde, fragte ich die Mitarbeiterin, ob meine Bestellung von nur 2 Teilen (statt 4 Menüs) vorgezogen werden könne. Leider nicht. Oder man hatte mich nicht verstanden.
Irgendwann hörte ich nur „Final Call“ und meine Flugnummer und nervte so lange jeden Mitarbeiter dort, bis sich eine Dame erbarmte und mir schnell Pommes, Chicken Nuggets und ein Tütchen Ketchup in eine Papiertüte warf.
Daraufhin lief ich schnellen Schrittes zum Gate und in den Flieger. Tatsächlich war ich aber nicht die letzte.
Im Flieger selbst waren einige Passagiere etwas überfordert, dass dieses Boarding etwas kürzer war. Ein Mann (Sitzplatz an den Notausgängen) durchwühlte noch seinen halben Rucksack und bat um 5 Minuten, da er noch etwas daraus brauchte.
Die geduldige Stewardess antworte „Nein, 5 Minuten sind zu lange, wir sind ohnehin schon viel zu spät“ und bat ihn, den Rucksack umgehend in das Gepäckfach zu legen. Nach dem Start könne er sowieso wieder an seinen Rucksack.
Ich hatte in der Zeit mit einer anderen Stewardess besprochen, dass ich nach dem Start einen Becher benötigen würde, um meinen Krankenhausmedikamentenbrei anzurühren. Freundlicherweise brachte man mir nach dem Start dann nicht nur den leeren Becher, sondern auch einen weiteren mit stillem Wasser. :)
Meinen Zwischenstopp in Kuala Lumpur verbrachte ich dann fast ausschließlich in einem Massagesessel, dann ging es weiter nach Singapur. (Der Direktflug von Chiang Mai nach Singapur war ein paar Wochen vorher so teuer geworden, dass ich auf einen wesentlich günstigeren Flug mit Zwischenstopp auswich).
In Singapur bestellte ich mir dann ein Taxi zum Hostel. Nach dem langen Tag wollte ich nur noch ankommen und hatte keine Lust, noch ewig mit den Öffis zu meinem Hostel zu gurken.
Dann ging es nur noch unter die Dusche und ins Bett.
Zu meiner Überraschung hatte sich mein Bauch, im Gegensatz zum Vortag, wieder beruhigt. Die üblichen Hausmittel (mini-klein geschnittener Apfel und Haferflocken) halfen eben doch besser, als die Media aus dem Krankenhaus (Danke Mama :) ).
Singapur:
Am nächsten Tag erkundigte ich die Umgebung meines Hostels, Little India. Überall roch es nach Gewürzen und leckerem Essen. So ganz traute ich mich dann aber doch nicht, etwas Neues zu testen und wählte stattdessen einen Sushi-Imbiss in einem Einkaufszentrum in der Nähe, der deutlich günstiger war, als sämtliche Restaurants dort.
Anschließend schlenderte ich noch durch ein paar Läden (ich war überrascht über die breite Palette im Bereich Nahrungsergänzungsmittel bei Decathlon!) und machte mich dann wieder auf zum Hostel, wo ich noch ein paar organisatorische Sachen erledigen musste.
Ich weiß nicht mehr, warum, aber aus irgendeinem Grund checkte ich die Flugzeiten von meinem baldigen Flug von Melbourne nach Hobart (Tasmanien). Als ich nochmal und nochmal nachsah, und mich vergewisserte, dass ich nichts auf den Augen hatte, traf mich der Schlag:
Ich hatte bei der Buchung versehentlich einen Flug um 10.10 PM statt AM ausgewählt! So ein Mist!! Denn ich würde dort mit einem Camper herum fahren wollen, den ich mittags abholen würde. Der Verleih hatte logischerweise nicht mehr abends geöffnet. Ich konnte also keinesfalls den Flug wahrnehmen, sondern musste entweder den Flug teuer umbuchen, oder einen völlig neuen Flug buchen.
Nun war das Abreisedatum aber nicht in ein paar Wochen, sondern in gut einer Woche. Dementsprechend waren die Preise enorm gestiegen.
Ich wandte mich hoffnungsvoll an den Kundensupport der Airline, bekam aber noch keine Antwort. Ich setzte mir dann die Frist, dass wenn bis in 2 Tagen keine Antwort gekommen war, ich den Flug umbuchen würde.
Spoiler: Zwar antwortete die Airline am übernächsten Tag, jedoch konnten diese mir keine günstigere Lösung anbieten, als den Flug umzubuchen.
Also hieß es, in den saueren Apfel beißen und ungefähr das 3,5-fache für einen Flug (insgesamt) zahlen, der vorher nur einen Bruchteil dessen gekostet hatte.
Aber: bei allem, was auf der Reise passiert, war größtenteils alles gut oder zu meinen Gunsten verlaufen. Und bei so viel Orga kann eben schon mal ein Flüchtigkeitsfehler passieren. Nur hätte ich mir einen günstigeren Fehler gewünscht….
Abends ging es dann für mich in Richtung Marina Bay, das große Hotel mit dem Pool auf dem Dach.
Ich hatte zuvor gerade so noch Tickets bekommen und wollte nun zum Sonnenuntergang auf das Dach.
Leider hatte ich aber, obwohl es offiziell aussah, nicht über das Hotel selbst, sondern über einen Drittanbieter ein Ticket gekauft, bei dem ich nur „vor 16 Uhr“ oder „nach 16 Uhr“ als Zeitpunkt auswählen konnte, und keine genauere Uhrzeit.
Vor Ort dauerte es ein wenig, bis ich in dem riesigen Hotel die Plattform gefunden hatte. Erleichtert über die Existenz wollte ich, gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang, zum Aufzug laufen.
Leider erklärten mir dann die Mitarbeiter, dass das ticket erst ab 20.30 Uhr gültig sei, also gut 1,5h später… ich könne maximal 15 Minuten eher kommen, aber viel früher ginge es auch nicht. „Kann man leider nichts machen“ hieß es. Ich hätte das Ticket über die Seite des Hotels buchen müssen, dann hätte ich die genaue Zeit auswählen können. Der aktuelle Slot sei aber ohnehin voll.
Also verabschiedete ich mich vorübergehend und suchte dann den „Gardens by the Bay“ auf, da wenigstens dort gleich eine kostenlose Lichtershow starten würde.
Auf dem Weg dorthin holten mich der Frust und die Wut über die vergangenen stressigen Stunden und Tage ein, sowie die versäumten Gelegenheiten und die Fehlerchen, die mir bei der eng getakteten Buchung passiert waren, und ich weinte ein paar Minuten still vor mich hin und ließ den Tränen freien Lauf.
Das wiederholte sich dann, als bei der Lichtshow viele Disney-Lieder gespielt wurden, die mich an meine Kindheit erinnerten. Nun war ich ein erwachsener Mensch und voll für mich selbst verantwortlich. Dabei hätte ich schon gerne die ein oder andere Aufgabe in Planung & Orga meiner Reise abgegeben, um mich selbst auch mal zurücklehnen zu können, wie zu Kindheitstagen…
Nach der Show lief ich dann wieder zum Hotel zurück, fuhr mit dem Aufzug nach oben und genoss die Aussicht. Es gab noch eine weiter Lichtshow (mit Wassersprenklern), die man von dort oben aus auch gut sehen konnte.
Später ging es mit einem kleinen Stop im 7-Eleven zurück zum Hostel.
Am nächsten Tag packte ich morgens meine Tasche und verstaute sie in der Gepäckkammer des Hostels. Mein Flug nach Sydney ging erst um 2 Uhr nachts, somit hatte ich noch den ganzen Tag zur Verfügung.
Ich fuhr also zum „MacRitchie Reservoir“, um den bekannten „Treetop Walk“ auf einer großen Hängebrücke laufen zu können, ein gut 7 km langer Rundweg mit ein paar Treppenstufen und Steigungen.
Für Singapur üblich, war es natürlich ziemlich heiß und luftfeucht. 🥵
Den passenden Weg hatte ich schnell gefunden. Unterwegs kann man sehr viele Tiere sehen, wenn man Augen und Ohren offen hält. So konnte ich u.a. etliche Schmetterlinge, sehr viele Affen, Vögel, einen kleinen Frosch, einen Waran und kleine Schildkröten entdecken.
Leider fanden andere Besucher die Tierwelt nicht so spannend und waren schon von weitem deutlich zu hören, sodass neben den Tieren selbst ich die Flucht vor den Plagegeistern ergriffen habe.
Die Brücke selbst darf nur von einer Seite aus betreten werden, da sie so schmal ist.
Ganz schön wackelig und hoch war es dort oben. Zudem waren dort einige Äffchen vertreten, denen ich weder zu Nahe kommen, noch sie unabsichtlich provozieren wollte.
Das andere Ende und später den Ausgang erreichte ich aber ohne größere Probleme.
Später ging ich durch die Straßen von China Town und aß eine Pizza in einem italienischen Restaurant, wo man mich nach dem Essen quasi raus schmiss, obwohl ich eigentlich noch einen Nachtisch bestellen wollte. Man hätte eine Buchung rein bekommen und benötigte den Tisch. Na gut, trinke ich eben woanders noch einen Kaffee…
Ein nettes Café für meine Wartezeit hatte ich schnell gefunden, anschließend ging es zum Hotel, wo man mich netterweise nochmal duschen ließ, und anschließend zum Flughafen.
Als ich 2023 bei einem Stoppover nach Indonesien den Flughafen Changi in Singapur erkundete, bin ich mit der Flughafenbahn durch die Terminals gefahren, um das „Juwel“, also den großen Wasserfall sehen zu können. Von unten kam ich leider nicht ans Juwel ran, da dieser Bereich im öffentlichen Bereich, vor dem Sicherheitsbereich ist.
Nebenbei sprach ich darüber mit der Mitarbeiterin der Airline, dann sagte diese, dass das Juwel jetzt allerdings auch geschlossen sei. Nach 22 Uhr würde man den Wasserfall abstellen. Schade!
Aber so konnte ich mir zumindest nochmal den Bereich drum herum ansehen, der wie ein kleiner Dschungel aufgebaut war.
Als ich in das Terminal wollte, fand ich dann endlich auch heraus, warum es vor dem Gate noch eine Sicherheitskontrolle gibt: Es gibt keine Sicherheitskontrollen vor dem Eingang, sondern nur am Gate, also unmittelbar vor dem Abflug. In das Terminal kommt man mit jedem Boardingpass, ohne, dass die Taschen durchleuchtet werden…
Die Zeit bis zum Flug verbrachte ich dann damit, mir schon mal Gedanken für eine Route durch Tasmanien zu machen.
Der Flug selbst verlief ohne größere Vorkommnisse und ohne jeglichen „Luxus“. Scott wirbt mit günstigen Preisen, und somit gab es an Board nichts gratis, nichtmal ein Wasser.
Ich war recht froh, dass ich noch ein paar Snacks und Wasser in der Tasche hatte, um bis zur Ankunft noch bei Laune zu bleiben.
Mit ein bisschen Schlaf verging die restliche Zeit dann wie im Flug.


















































































































































































































































































































































































































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