Australien - Part 1
- mariessouljourneys

- vor 5 Stunden
- 12 Min. Lesezeit

Kleine Disclaimer an dieser Stelle: wie in vorherigen Beiträgen angedeutet, habe ich auf der Reise gemerkt, dass es sehr viel Arbeit ist, sowohl alle Bilder und Videos durchzuschauen, zu bearbeiten, die Favoriten auszuwählen als auch alles das, was ich erlebt habe oder mir durch den Kopf gegangen ist, in irgendeiner Form zu verschriftlichen.
Diesen und alle weiteren folgenden Beiträge erstelle ich also wesentlich später nach der Reise und nach bestem Gewissen, was ich damals erlebt habe oder Freunden oder Familie entweder per Sprachnachricht oder im Chat geschrieben habe.
Vielleicht ist dann nicht mehr jedes kleinste Detail im Beitrag vorhanden - dafür habe ich nun aber etwas eher die Zeit und Muße, mich mehrere Stunden lang hinters Laptop zu klemmen und alles aufzuarbeiten.
Nur so zum Vergleich: Wir haben aktuell Juli 2026 und in Australien war ich im November bis Anfang Dezember 2025.
Australien, Part eins
Australien - I came to a Land down Under! Ohrwurm? Gerne geschehen. Das Lied „Down Under“ von Men At Work lief tatsächlich in meiner Zeit in Australien rauf und runter.
Wenn ich später gefragt wurde oder werde „Marie, wo hat's dir denn am besten gefallen?“, ist meine Antwort immer und sofort: Australien.
Damit möchte ich nicht sagen, dass alle anderen Länder, die ich davor danach bereist habe, nicht schön gewesen sind, doch Australien hat mich auf seine besondere Art und Weise total überrascht und wirklich gepackt.
Besonders nach den letzten Krankenhausaufenthalten in Asien war ich doch wieder froh, ein wenig westliche Kultur (und Supermärkte…) zu haben und das mit großartiger Landschaft.
Ich hatte zugegebenermaßen Australien bei meiner Reiseplanung etwas stiefmütterlich behandelt. Zu groß war meine Angst vor allen möglichen Tieren, die mich potentiell töten könnten. Rückblickend halte ich die These „In Australien will dich jedes Tier töten“ für etwas überbewertet, wenn auch es nicht heißen soll, völlig unbedarft an alles heran zu gehen.
Anreise & Sydney:
Die Anreise mit Scoot als Spar-Airline der großen Mutter Singapore Airlines war alles andere als luxuriös. Besonders im Vergleich zu anderen asiatischen Airlines gab es auf den 8h Flug von Singapur nach Australien nichts, aber auch gar nichts, was über Sitzplatz, Gurt und Toiletten hinaus ging.
Glücklicherweise hatte ich zumindest einen Fensterplatz, sodass ich mich während des Fluges halbwegs bequem anlehnen konnte. Schlafmaske, Decke oder Ohrstöpsel musste man sich allerdings selbst mitbringen oder vergleichsweise teuer an Board erwerben. Ein Glück, dass ich zuvor am Flughafen ausreichend viel gegessen und getrunken hatte, denn natürlich war auch das Wasser an Board nicht kostenlos.
Am Ende tat der Flug aber genau das, was er sollte und wofür ich bezahlt hatte - wir waren alle heile in Sydney angekommen.
Am Flughafen selbst war ich bei der Einreise etwas verwirrt. Rechtsseitig gab es einfache Schleusen für einen elektronischen Reisepass, links musste man sich anstellen, wo die Pässe händisch überprüft wurden. Ich ging davon aus, dass ich mich wieder in die linke Schlange stellen müsse.
Blöderweise stellte ich aber, als ich an der Reihe war, fest, dass mir einer der Zettel zum Abfüllen gefehlt hatte. Also alle Warterei umsonst. Der Officer schickte mich mit dem Zettel wieder nach hinten, teilte mir aber auch netterweise mit, dass ich mit meinem Reisepass Einach durch die Schleuse gehen könnte. Wie? Echt? Kein Stempel? Auch gut. Ich füllte also nach bestem Gewissen den kleinen Zoll-Zettel aus und lief durch die Schleuse in Richtung Zoll/Biosecurity.
Auch der nächste Beamte hatte kein Bedürfnis, mich nach meinem Aufenthalt zu befragen oder zum exakten Inhalt meiner Taschen, sondern winkte mich einfach durch. Na bitte, wer sagt’s denn! :)
In der Flughafen-Mall angekommen, musste ich mich aber erstmal stärken. Schließlich war ich auf den 8h Flug schon fast verhungert und verdurstet. Und so fand ich ein nettes Plätzchen in irgendeinem der großen Cafés, bestellte mir eine Zimtschnecke und einen Cappuccino mit Hafermilch.
Wow. Ich war also das erste mal in Australien. Ich fühlte mich direkt so, so wohl.
Nachdem ich so langsam angekommen und wach war, suchte ich draußen nach dem passenden Bus zur Innenstadt Sydneys.
Nicht ganz erfolgreich lief ich irgendwann in Richtung Parkaus, weil dort etwas mit „Shuttle“ stand. Obwohl ich mich da schon verirrt hatte, fragte ich einfach die Mitarbeiterin einer Mietwagenfirma, wo ich denn hin müsse. Nicht nur erklärte sie mir den Weg zum richtigen Bus, sie suchte auch die komplette Verbindung zu meinem Hostel raus und führte noch etwas Smalltalk. Wie nett!
Später ging ich zur besagten Bushaltestelle und wartete auf den von ihr beschriebenen Bus.
Im Bus selbst brauchte ich (zum Glück) noch kein Bargeld, sondern zahlte einfach mit der Kreditkarte bzw. übers Handy. Auch der folgende Umstieg in die Bahn Richtung Hostel lief völlig problemlos.
An der richtigen Haltestelle ausgestiegen, musste ich noch ein paar Minuten zum Hostel laufen. Dabei kamen mir unterschiedlichste Menschen entgegen. Backpacker, Businessmenschen, aber auch Schülerinnen, die offensichtlich gerade Schulschluss hatten. Insgesamt erinnerte mich das Flair in Sydney ziemlich stark an Barcelona. Anfang November hatte es noch etwas frühlingshaftes, war aber, besonders in der Sonne, wirklich angenehm warm.
Nach dem Checkin im Hostel machte ich mich auf in Richtung Oper. Zwar sah ich diese an diesem Tag nur von Außen, doch gerade das sonnige Wetter wollte ich nutzen. Auf dem Weg holte ich mir noch eine kleine Stärkung, ein Focaccia und eine Fanta, denn bis zum Abendessen im Hostel war es noch etwas hin. Der Weg zur Oper führte durch den botanischen Garten. Was für eine schöne grüne Oase in dieser Stadt!
Nachdem ich dann den Anblick der Oper von allen Seiten (von Außen) genoss, machte ich mich wieder auf den Rückweg zum Hostel. Es war etwas kühler geworden und windig.. Also schnell ins wärmere Hostel.
Dort angekommen erkundete ich noch die Dachterrasse des Hostel, bevor das Abendessen fertig war. Heute gab es Reis mit Curry.
In dem Hostel gab es nicht nur inkludiertes Frühstück, sondern auch inkludiertes Abendessen. Das habe ich davor und danach nicht nochmal so erlebt und war eine kleine Erleichterung für meine Reisekasse.
Anschließend ging ich noch zum nächsten Supermarkt, wo ich endlich wieder mal eine große Auswahl unterschiedlichster Lebensmittel hatte. Reichlich bepackt ging es dann wieder zurück zum Hostel, wohlwissend, dass mein Einkauf für die kommenden Tage viel zu viel sein würde.
Am nächsten Tag nutzte ich den Vormittag, um meinen Roadtrip über die australische Insel Tasmanien zu planen. Wenn ich zuvor an einen Roadtrip an der Reise dachte, schwebte mir in erster Linie der über Neuseeland im Kopf - dabei lag der „kleine“ Roadtrip über 10 Tage noch etwas davor…
Allerdings ist Tasmanien nicht ganz so groß wie Neuseeland, sodass ich recht schnell anfahrenswerte Ziele herausfand und mir eine grobe Route zurecht stickte.
Zudem erledigte ich ein paar organisatorische Dinge, u.a. die teure Umbuchung des Inlandsfluges von Melbourne nach Hobart.
Später nahm ich an einer Rundführung durch die Oper teil. Es gab viele spannende Infos rund um die Oper und ihren Bau. Leider konnten wir einige interessante Bereiche nicht besuchen, da zu der Zeit Proben stattfanden. Dennoch beeindruckte mich die gesamte Architektur, die bis ins kleinste Detail akribisch geplant war, schon sehr.
Anschließend holte ich mir eine Cola und ein Eis am kleinen Stand auf dem Platz vor der Oper, setzte mich auf eine Bank in die Sonne und beobachtete alles, was heute gegen den noch stärkeren Wind ankämpfte. Später ging es mit einem längeren Spaziergang wieder zurück zum Hostel.
Als Abendessen gab es eine Art Lauchsuppe. Auch wenn es eine vegetarische Alternative war, wollte ich mir die Brühe aus Milch und Sahne mit meiner Laktoseintoleranz nicht antuen. Stattdessen nahm ich es zum guten Ansatz, mal meine Lebensmittelvorräte etwas zu verkleinern und machte mir einen kleinen großen Salat. :)
Am nächsten Tag ging es auf einen Ausflug zu den Blue Mountains.
Früh morgens - also so früh, dass noch kein Frühstück bereit stand - machte ich mich auf zu einem der Treffpunkte vom Anbieter. Wenig später traf auch der chinesische Reiseleiter mit einer bunten Truppe an Reisenden ein.
Als erstes ging es zu einem Wildpark in der Nähe, wo viele einheimische Tiere gehalten werden. Besonders die Wallabys taten es den meisten Besuchern - inkl. mir - an. Diese konnte man mit dem Futter aus dem Park füttern oder Streicheln, wenn sie zu einem kamen. Verglichen mit anderen, größeren Kängurus waren die Pademelon Wallabys einfach nur niedlich!
Ein wenig zur Belustigung trugen außerdem ein Pinguinpärchen bei, die sich in ihrem Gehege nicht sahen, sondern nur hörten, und beide in de gleiche Richtung um einen Felsen herum watschelten, bis sie irgendwann zueinander gefunden hatten.
Als nächsten Stopp ging es dann zu einem Dinosaurierpark inmitten der Blue Mountains. Obwohl es total voll war, bestand unser Reiseleiter auf den zuvor genannten Zeiten, weshalb wir die eigentliche Ausstellung vor Ort nicht wirklich sehen konnten, sondern lediglich an der Seilbahn nach unten bzw. oben anstanden. Gefühlt verstand niemand den Reiseleiter - weder akustisch noch inhaltlich - aber seine Art und Weise, besonders hektisch auf etwas zu Warten, brachte uns alle immer wieder zum Schmunzeln.
Beim Warten lernte ich allerdings drei freundliche Damen aus Hawaii kennen, die mich für den restlichen Ausflug in ihre Aktivitäten „adoptierten“.
So kam es, dass wir in der Mittagspause zufällig das beliebteste Lokal der Straße - einen Pizzaimbiss - ansteuerten, und gerade so noch eine der letzten Pizzastücke erhielten. Zum Dank hielten die Damen (und so auch ich) vor dem Essen inne, bedankten sich bei Gott und dem Universum für diesen tollen Tag, die Begegnung und das leckere Essen, bevor wir alle herzhaft in die leckeren Pizzastücke bissen.
Anschließend gab es noch ein Eis auf die Hand, bevor wir weiter fuhren.
Unterwegs tauschten wir und gegenseitig über unsere Leben aus. Warum wir dort waren, wo wir waren. Ich erzählte von meiner Reise, und die Flugbegleiterinnen aus Hawaii von ihren unzähligen Reisen und Lebenserfahrungen.
Am nächsten Stop angekommen, machte meine Kamera leider einen kleinen Abgang. Die Speicherkarte war voll und die neue tat es nur für ein paar Fotos, bis sie sich in einem Loop aus Fehlermeldungen fest hing… Mist.. Musste ich nun tatsächlich auf der Reise auch noch eine neue Kamera besorgen? Im Internet konnte ich leider zu der Fehlermeldung keine passende Hilfe finden, also suchte ich mir einen Kamerashop in der nächsten Stadt aus, den ich ansteuern wollte.
Die letzten Stopps in den Blue Mountains waren wieder besonders schön. Von einem Felsen hatten wir eine unglaublich weite Sicht auf das Land. Und auch wenn wir vor Schlangen auf dem Weg gewarnt wurden, so lief uns glücklicherweise keine über den Weg.
In Sydney angekommen erhielt ich nun eine andere positive Nachricht: Ich konnte meine Reise mit Resturlaub, wie ursprünglich geplant, bis in den Mai 2026 verlängern! Juhu! Meinen späteren Reisewünschen stand also nichts mehr im Wege.
Den Rückweg zum Hostel spazierte ich (mal wieder) an der Promenade und an der Oper vorbei.
Im Hostel angekommen gab es dann auch noch mein Lieblingsgericht: Spaghetti Bolognese! Der Tag hatte kaum besser enden können.
Melbourne:
Früh morgens klingelte mein Wecker, um mich wieder zum Flughafen aufzumachen. Es ging nach Melbourne, wo ich am gleichen Abend auf ein Konzert von Rufus du Sol gehen wollte.
Der Prozess am Flughafen verlief ohne größere Probleme. Ich vertrödelte mir die Zeit in ein paar Shops am Flughafen - u.a. gab es dort einen eigenen Decathlon. Cool!
In Melbourne angekommen, buchte ich mir ein Ticket für den Bus, der in die Stadt fuhr. Leider liegt der Flughafen recht abgelegen, sodass man nicht um die teuren Tickets oder teure Taxen herum kommt.
Als ich dann irgendwann im Hostel ankam, wurde ich leider etwas enttäuscht: das halbe Hostel bestand aus einer Baustelle. Es gab keine Küche und kein öffentliches WC. Leidlich das WC auf dem eigenen Zimmer hatte man, welches man sich z.T. mit 12 Personen teilen musste. Ich war zwar „nur“ in einem 8-Bett-Zimmer, jedoch war dieses dann so klein, dass jeder sich und anderen völlig im Weg stand oder Koffer, Taschen u.Ä. die vorhandenen Schubladen zum Verstauen blockierten.
Nachdem ich mich dort halbwegs akklimatisiert hatte, suchte ich mit meiner Kamera den besagten Shop auf und stellte vor Ort das Problem vor.
Tatsächlich brauchte der Verkäufer auch mehrere Anläufe, um die Kamera aus ihrem Fehlermeldungsloop zu befreien und vollständig zurück zu setzen.
Er hatte den starken Verdacht, dass die alte SD-Karte einfach zu langsam für die Kamera war und empfahl mir stattdessen normale, schnelle SD-Karten (kein Micro-SD mit Adapter). Er sagte, so könne die Kamera am besten funktionieren.
Für den kleinen Service wollte er partout keinen Cent haben, und so war ich froh, wieder eine funktionsfähige Kamera zu besitzen. :)
Später machte ich mich nochmal frisch und fuhr mit einem geteilten Uber (cooles Konzept, gibts leider nur in ein paar Städten) zum Konzert.
Wie für Deutsche üblich, war ich pünktlich zum Einlass vor Ort. Also ungefähr die zweite Besucherin des Tages von einem ausverkauften Stadion.
Beim Einlass musste ich noch schnell meine volle Getränkeflasche leeren. Entgegen mancher Hinweise durfte man zwar Trinkflaschen aus Plastik mitnehmen, aber mussten diese leer sein und den Deckel musste man abgeben. Innen gab es aber etliche kostenlose Auffüllstationen. Cool! Sowas sollte es wirklich überall geben!
Während meiner Wartezeit auf die Vorband versorgte ich mich noch mit ein paar Snacks und wartete gemütlich, bis es los ging.
Langsam füllte sich das Stadion. Allerdings ging es so richtig erst los, als der Hauptakt, Rüfüs du Sol, loslegte. Erst da trudelten gemütlich die restlichen Leute ein, wenn auch einige Plätze bis zum Schluss unbesetzt blieben.
Das Konzert selbst empfand ich als sehr emotional. Einige Lieder hatten mich zuvor durch unterschiedliche Lebensabschnitte begleitet und genauso fuhren meine Emotionen Achterbahn beim Klang jedes einzelnen Liedes.
Insgesamt hatte die Menge viel Spaß, was auch die Künstler bemerkten, und Melbourne als ihre liebste Stadt zum Auftreten bezeichneten.
Da ich dort alleine war (Premiere für mich), fuhr ich immer wieder mit den Augen die einzelnen Reihen ab und fragte mich, wer wohl hier mit wem da war, und ob es auch noch andere Reisende wie mich gab, die alleine hier waren.
Genau vor mir tanzte ein Pärchen, das mich durch ihre Frisuren immer wieder grob ins Jahr 2010 zurück versetzte, in denen es besonders cool war, wenn Frauen aalglatt geglättete Haare hattet und die Männer den „Pony“ zu einem Stern aus Gel verwandelten.
Nach dem Konzert bestellte ich mir dann wieder ein geteiltes Uber zurück zum Hostel und tauschte mich mit den anderen Mitfahrenden über das Konzert aus. Jeder kannte hier die Band, weshalb sie auch 3 Tage hintereinander das selbe Stadion belegten.
Nachdem wir irgendwann durch den Stau ins Zentrum gekommen waren, fiel ich nur so in mein Bett.
Den nächsten Tag ging ich etwas entspannter an.
Ich hatte gerade gefrühstückt und nur Nebenbei bemerkt, dass im Hostel für 3h das Wasser abgestellt war… Wie zu allem anderen auch gab es vom Hostel keine richtige Info, sondern nur einen kleinen Zettel, der an einem der Aufzüge klebte. Was ein Chaos.
Als ich also nach meinem Frühstück zum Zimmer ging, lief gerade die Reinigungskraft raus. Nach dem Zettel, den ich eben erst gesehen hatte, sollte also vor ca. 5 Minuten das Wasser abgestellt worden sein. Ich fragte sie, ob sie noch gespült hätte, was sie verneinte, weil sie nur den Boden reinigte. Also blieb mir genau ein Versuch und Gebet, dass noch Wasser in der Spülung drin war, denn ich hatte jetzt so gar keine Lust, nochmal quer durch die Stadt zu laufen, um irgendein Lokal zu finden, was jetzt funktionierende Toiletten hatte.
Meine Gebete waren erfolgreich, die (letzte) Spülung funktionierte. Händewaschen musste ich dann aber mit Desinfektionsmittel und dem erst Trinkwasser in meiner Flasche.
Nach dem kleinen Abenteuer steuerte ich einen Markt an, der etwas außerhalb war. Im Gegensatz zur einfachen Fortbewegung in Sydney musste ich mir hier tatsächlich extra eine Karte kaufen, wo ich Guthaben drauf laden konnte. Der Mitarbeiter versicherte mir, es sei die preiswerteste Alternative, dennoch kam ich mir etwas veräppelt vor, dafür 16 AUD zahlen zu müssen, wo ich nur Tickets für 2 Fahrten kaufen wollte.
Am Markt selbst entdeckte ich eine Köstlichkeit nach der nächsten. Obststände bis zum Abwinken und da ich noch nichts fürs nächste Frühstück hatte, deckte ich mich mit ein paar Schalen Beeren ein.
Letztendlich zum Essen vor Ort gekauft hatte ich mir dann ein Panini mit Falafel. Schräg gegenüber des Ladens gab es eine Tischbank, wo ich das Panini aß und nebenbei telefonierte.
Allmählich leerte sich der Markt und ich beobachtete die Verkäuferin, wie sie ihren Stand so langsam abbaute.
Schließlich packte sie alle übrigen Teilfladen in mehrere Tüten und fragte mich, ob ich Interesse an einer der Tüten hätte. Es sei so viel und sie müsste sie sonst weg schmeißen.
Wow!! Aber liebend gerne doch! :)
Zurück im Hostel telefonierte ich mit meiner Familie, die wieder einen Geburtstag mehr ohne meine persönliche Anwesenheit feiern musste, und buchte final meinen Tauchtrip für Ende November in Cairns.
Am nächsten Tag ging es zu einem Ausflug zu den 12 Aposteln (bei Sonnenuntergang) mit Fahrt über die Great Ocean Route.
Die Fahrt als solche war schon ein absolutes Highlight: weite Sandstrände, schroffe Felsen, sonniges und warmes Wetter - genauso hatte ich mir Australien vorgestellt! :)
Immer wieder machten wir Pause an schönen Plätzen. An einem Café kletterten zwei Papageien auf die Köpfe einer anderen Reisetruppe und später hielten wir spontan am Straßenrand an, weil unser Guide einen Koala im Baum gesichtet hatte.
Insgesamt war die Landschaft auf dem gesamten Ausflug einfach nur schön! Später fuhren wir sogar durch ein Tal mit üppigen grünen Hügeln, das stark an Neuseeland erinnerte.
Die anderen aus der Gruppe tauschten sich mit dem Guide und mir aus und ich erhielt nebenbei wertvolle Tipps für Tasmanien und Neuseeland.
Wir wanderten noch durch einen kleinen, „kalten“ Regenwald, wo der Guide uns zeigte, wir man aus einer bestimmten Pflanze und Wasser einen Seifenschaum kreieren konnte. Anschließend ging es in ein kleines Dorf, in der alle mangels Alternativen ins gleiche Lokal gingen, um sich Fish & Chips oder ähnliches Fastfood zu holen.
Highlight des Tages war natürlich dann der Sonnenuntergang an den 12 Aposteln. Wir hatten von oben mehrere Möglichkeiten auf einen Blick auf die Apostel (es sind übrigens mehr als 12) und sahen nicht nur die untergehende Sonne im Meer, sondern auch in weiter Ferne kleine Pinguine, die aus ihrem Versteck ins Meer watschelten.
Wir hätten dort alle ewig bleiben können, wenn es nicht so windig und kalt gewesen wäre (trotz zig Lagen Kleidung) und wir pünktlich wieder am Bus hätten sein müssen.
Irgendwann in Melbourne angekommen, packte ich noch ein paar Sachen zusammen und fiel dann nur noch ins Bett. Am nächsten Tag stand der Flug nach Hobart und damit mein Start des Roadtrips durch Tasmanien an!




































































































































































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